Baze ist ein Projekt über das gemeinsame OFFLINE-Sein. Nicht OFFLINE im Sinne von analog – denn hier geht es darum, digitale Inhalte zu produzieren und zu teilen. Und auch nicht OFFLINE im Sinne von Abwesenheit – denn es geht darum, mit anderen Menschen präsent zu sein.
Der Name des Projekts stammt von den Bazes in Nairobi: informellen sozialen Orten, an denen Menschen zusammenkommen, Zeit miteinander verbringen, schauen, hören und digitale Medien direkt von Gerät zu Gerät austauschen. Baze fragt, was passiert, wenn sich digitale Kultur jenseits von Plattformen, Algorithmen und Optimierung bewegt und zu etwas wird, dem wir gemeinsam begegnen und das wir miteinander teilen.
Im Zentrum des Projekts steht der Cosmos of Content, eine wachsende Offline-Sammlung digitaler Inhalte, die auf einem lokalen Server gespeichert ist – außerhalb des Internets und seiner Plattformen. Besucher*innen können die Sammlung gemeinsam durchstöbern und Dateien direkt auf ihre eigenen Geräte mitnehmen.
Der Cosmos ist zugleich Archiv und Ausstellungsraum. Er enthält Videos, Bilder, Sounds, Texte, Publikationen, Memes, Tutorials, Recherchen und andere Dinge, die Menschen mit anderen teilen möchten. Etwas hinzuzufügen ist ein bisschen wie eine Nachricht in einer Flasche zu hinterlassen: eine Datei für jemand anderen, ohne zu wissen, wer sie finden wird oder wann.
Baze versucht, die Wärme der Nachbarschaft ins digitale Leben zu bringen.
Artist
Sam Hopkins
Sam Hopkins ist Künstler und lehrt an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Im Projekt BAZE beschäftigt er sich mit digitalen Medien, gemeinschaftlichem Austausch und der Frage, wie digitale Räume genutzt und gestaltet werden können. Dabei untersucht er, wie digitale Infrastrukturen unser Zusammenleben und unsere Möglichkeiten des Teilens beeinflussen.
Für die Manifesta+ in Dortmund entwickelt er im SÖZ mit BAZE einen lokalen digitalen Kultur-Kosmos.
Wir laden dich herzlich ein, die im Rahmen des YU Festivals vom 22. bis 25. Oktober 2026 im Foyer des Dortmunder U präsentierte Kunstinstallation zu besuchen und das entstehende digitale Medienkunstprojekt selbst zu erleben. Als interaktives Projekt lädt die Installation dazu ein, sich einzubringen, Verbindungen zu entdecken und Teil des entstehenden digitalen Projekts zu werden.
Ort: Foyer des Dortmunder U