Programm

22.–⁠25. Oktober 2026 · Dortmunder U

Workshops, Talks, Performances und digitale Kunst. Für einige Events brauchst du eine Anmeldung – Infos dazu findest du direkt beim Programmpunkt.

Ausstellungen durchgehend an allen vier Tagen

Baze ist ein Projekt über das gemeinsame OFFLINE-Sein. Nicht OFFLINE im Sinne von analog – denn hier geht es darum, digitale Inhalte zu produzieren und zu teilen. Und auch nicht OFFLINE im Sinne von Abwesenheit – denn es geht darum, mit anderen Menschen präsent zu sein.

Der Name des Projekts stammt von den Bazes in Nairobi: informellen sozialen Orten, an denen Menschen zusammenkommen, Zeit miteinander verbringen, schauen, hören und digitale Medien direkt von Gerät zu Gerät austauschen. Baze fragt, was passiert, wenn sich digitale Kultur jenseits von Plattformen, Algorithmen und Optimierung bewegt und zu etwas wird, dem wir gemeinsam begegnen und das wir miteinander teilen.

Im Zentrum des Projekts steht der Cosmos of Content, eine wachsende Offline-Sammlung digitaler Inhalte, die auf einem lokalen Server gespeichert ist – außerhalb des Internets und seiner Plattformen. Besucher*innen können die Sammlung gemeinsam durchstöbern und Dateien direkt auf ihre eigenen Geräte mitnehmen.

Der Cosmos ist zugleich Archiv und Ausstellungsraum. Er enthält Videos, Bilder, Sounds, Texte, Publikationen, Memes, Tutorials, Recherchen und andere Dinge, die Menschen mit anderen teilen möchten. Etwas hinzuzufügen ist ein bisschen wie eine Nachricht in einer Flasche zu hinterlassen: eine Datei für jemand anderen, ohne zu wissen, wer sie finden wird oder wann.

Baze versucht, die Wärme der Nachbarschaft ins digitale Leben zu bringen.

Artist

Sam Hopkins

Sam Hopkins ist Künstler und lehrt an der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Im Projekt BAZE beschäftigt er sich mit digitalen Medien, gemeinschaftlichem Austausch und der Frage, wie digitale Räume genutzt und gestaltet werden können. Dabei untersucht er, wie digitale Infrastrukturen unser Zusammenleben und unsere Möglichkeiten des Teilens beeinflussen.

Für die Manifesta+ in Dortmund entwickelt er im SÖZ mit BAZE einen lokalen digitalen Kultur-Kosmos.

Wir laden dich herzlich ein, die im Rahmen des YU Festivals vom 22. bis 25. Oktober 2026 im Foyer des Dortmunder U präsentierte Kunstinstallation zu besuchen und das entstehende digitale Medienkunstprojekt selbst zu erleben. Als interaktives Projekt lädt die Installation dazu ein, sich einzubringen, Verbindungen zu entdecken und Teil des entstehenden digitalen Projekts zu werden.

Ort: Foyer des Dortmunder U

Bunte, verpixelte Collage mit dem Schriftzug „Collective Mess“

An die Wand schreiben und, Ups, du hast ein Wort falsch geschrieben! Lieber schnell durchstreichen und darüber schreiben, oder es einfach so lassen? Sieht ja trotzdem cool aus. Gemeinsam mit Leuten, die man gerade erst kennengelernt hat, eine Zeichnung machen und am nächsten Tag feststellen, dass jemand Blumen und einen albernen Schnurrbart hinzugefügt hat. Eine andere Person schreibt ein Zitat aus ihrem Lieblingssong dazu und verändert damit plötzlich die gesamte Bedeutung der Zeichnung.

Am nächsten Tag kommst du wieder und deine Zeichnung, die vorher ganz allein dastand, ist nun von einer Wand voller unterschiedlichster Nachrichten und bewegter Bilder umgeben: private Erinnerungen, verborgene Wünsche, manche sind Witze, andere Beschwerden, einige nostalgisch, andere rätselhaft und faszinierend.

Mit einfachen Tools, die in Processing entwickelt wurden, und simplen Eingabegeräten wie Webcams und Knöpfen kann sich jede Person, die möchte, an diesem „Collective Mess“ beteiligen: einer animierten digitalen Graffiti-Wand, die sich in Echtzeit selbst verändert und weiterentwickelt.

Artists

Camilla Scholz

Camilla Scholz ist Medienkünstlerin und Creative Technologist aus Dortmund und arbeitet an der Schnittstelle zwischen experimentellem Programmieren, Kunst und Wissenschaft und interaktiven Umgebungen. Sie hat einen Master-Abschluss in Interface Cultures an der Universität der Künste Linz sowie einen Hintergrund in Human-Computer-Interaktion mit einem Bachelor-Abschluss in Creative Technology an der Universität Twente. Mithilfe von Creative Coding und Physical Computing entwickelt sie interaktive Installationen und immersive Erlebnisse, die neue Formen der Wahrnehmung und des Erlebens erkunden.

Camilo Sandoval

Camilo Sandoval ist als multidisziplinärer Künstler mit Schwerpunkt auf experimenteller Informatik tätig. Derzeit erforscht er die ästhetischen und technologischen Möglichkeiten des Kunsthandwerks im Kontext von Datensouveränität und Autonomie. Er präsentiert audiovisuelle Performances unter dem Pseudonym Janus sowie als Teil des Comedy-Duos Super Mora Bros. oder des Noise- und Metakommunikations-Trios Fauxmalhaut. Er lebt und arbeitet derzeit abwechselnd in Köln und Bogotá.

Wir laden dich herzlich ein, die im Rahmen des YU Festivals vom 22. bis 25. Oktober 2026 im Foyer des Dortmunder U präsentierte Kunstinstallation zu besuchen und das entstehende digitale Medienkunstprojekt selbst zu erleben. Als interaktives Projekt lädt die Installation dazu ein, sich einzubringen, Verbindungen zu entdecken und Teil des entstehenden digitalen Projekts zu werden.

Ort: Foyer des Dortmunder U

Donnerstag 22.10.2026

  1. 19:00 –20:00

    „Unter Haut“ (~40 min) ist ein multimediales Performance-Projekt über Körper und Digitalität im immersiven Raum und Foyer des Dortmunder U. Vier Performer:innen bewegen sich in vernetzten Kostümen. Klang (Kehlmikrofone), Bewegung und Projektion (aus Bewegungsdaten) greifen ineinander und erzeugen ein choreografisches Feedbacksystem.

    Die „skins“-Kostüme verbinden jeweils zwei Performer:innen und machen Nähe, Abhängigkeit und vernetzte Identität physisch erfahrbar – zentrale Aspekte des Stücks und digitaler Repräsentation. Die Basis der Klanglandschaft im Multichannelsystem bilden Live-Daten aus Kehlmikrofonen und die der Projektion Bewegungsdaten. Beide Module beeinflussen sich gegenseitig mehr und mehr über das Stück hinweg.

    Die Choreographie zwischen dem Foyer und dem Immersiven Raum wird durch Körper, Projektion und Klang gebildet. Das Publikum bewegt sich in Gruppen zwischen diesen Räumen, wodurch eine fragmentierte, feed-ähnliche Erfahrung entsteht.

    Das Stück thematisiert digitale Zwillinge, geteilte Kontrolle und die Frage, was wir als Körper verstehen im digitalen Zeitalter. In Kooperation mit Witten entstehen Workshops, Performances und eine installative Nachnutzung im Dortmunder U.

    Das Projekt wird unterstützt durch die Neue Künste Ruhr Förderung, das Kulturforum Witten und das Koproduktionslabor Dortmund. Der Probezeitraum ist zwischen Ende September und Anfang Oktober mit ersten Performances im Dortmunder U ab Ende Oktober. Das Stück ist als Site-Specific konzipiert und kann sich nach den geförderten Performances auch in anderen Räumen einnisten.

    Artists

    Julie C. Stamm, Anna Deborah Disse, Madelyn Byrd, Lou Croff Blake, Scott Carver, Barış Pekçağlıyan

    Ort: Foyer im Dortmunder U

Freitag 23.10.2026

  1. 14:15 –16:00

    Fake News erkennen, Hate Speech einordnen, Quellen überprüfen. Klingt einfach? Zwei Jugendliche aus der Youth Group des VKII Ruhrbezirk e. V. stellen die Medienkompetenz der Teilnehmenden auf die Probe.

    In einem interaktiven Quiz geht es darum, wie sicher wir uns tatsächlich durch digitale Informationsräume bewegen. Anschließend wechseln die Perspektiven: Die Jugendlichen berichten, wie sie selbst für Themen wie Desinformation, Hate Speech und den kritischen Umgang mit Social Media sensibilisiert wurden. Gemeinsam wird diskutiert, wie Bildungsangebote junge Menschen erreichen können und ob Erwachsene eigentlich automatisch medienkompetenter sind.

    Dabei geht es auch um Demokratie: Wer entscheidet, welchen Informationen wir vertrauen? Wie beeinflussen digitale Inhalte unsere Meinungsbildung? Und warum sind junge Menschen von Desinformation und Hate Speech besonders betroffen?

    Ein Workshop von Jugendlichen für Jugendliche und Erwachsene mit Quiz, Diskussion und einem kritischen Blick auf unseren digitalen Alltag.

    Workshopleitung

    Desire Bigalske und Karl Nyuydine vom VKII Ruhrbezirk e. V.

    Über den VKII Ruhrbezirk e. V.

    Der VKII Ruhrbezirk e. V. setzt sich für gesellschaftliche Teilhabe, Empowerment und ein gleichberechtigtes Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Menschen aus afrikanischen und migrantischen Communities sowie mit Kindern und Jugendlichen.

    Mit Bildungsangeboten, Jugendgruppen, Workshops, Beratungen und Veranstaltungen schafft der Verein Räume, in denen Menschen eigene Perspektiven einbringen, Kompetenzen entwickeln und gesellschaftliche Prozesse aktiv mitgestalten können. Dabei verbindet der VKII Community-Arbeit mit politischer Bildung, Medienkompetenz und der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen und öffentlichen Institutionen.

    Im Projekt Ankoppeln entwickelt der VKII gemeinsam mit Partnervereinen neue Wege, um insbesondere junge Menschen zu stärken und Zugänge zu gesellschaftlicher und politischer Teilhabe zu schaffen. Digitale Räume werden dabei sowohl als Chance für Vernetzung und Selbstorganisation als auch als Bildungsraum verstanden, in dem ein kritischer Umgang mit Informationen, Technologien und gesellschaftlichen Machtverhältnissen immer wichtiger wird.

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden
  2. 14:15 –16:00
    Zine-Material und Stifte auf einem Tisch unter Schwarzlicht

    Ein Blatt. Ein Kuli. Acht Seiten. Let’s go!

    Was ist eigentlich ein Zine? Und welche Geschichten kann man damit erzählen? Zum Kick-off zeigen wir Schnellhefter*innen, warum wir dieses kleine, selbstgemachte Medium so lieben: Zines können persönlich, politisch, albern, chaotisch, laut oder leise sein. Und vor allem müssen sie nicht perfekt sein.

    Gemeinsam falten wir im 2-stündigen Workshop aus einem A3-Blatt ein eigenes kleines Heft und unterstützen dich beim Gestalten der Seiten mit kleinen Kreativimpulsen. Dabei geht es weniger ums Nachdenken als ums Ausprobieren.

    Wir zeigen, wie niedrigschwelliges Gestalten möglich ist, wenn Material und Arbeitszeit bewusst begrenzt sind. Komm vorbei, schnapp dir ein Blatt und einen Kuli und mach ein Zine mit uns.

    Ein Workshop von

    Die Schnellhefter*innen sind ein Dortmunder Workshop-Kollektiv, das sich der Do-it-yourself-Ästhetik der Zine-Kultur verschrieben hat. Hinter dem Kollektiv stehen Lisa Fischer, Max Rüthers und Luis F. Düllberg.

    Lisa ist freie Szenografin, Tattoo Artist und Mitgründerin des Flinta*sialand Festivals. Max arbeitet ebenfalls als freier Szenograf und ermöglicht das Ausstellungsformat Werni & Fini im Rekorder. Luis ist Musiker und freier Grafikdesigner mit einer Leidenschaft für Siebdruck und Riso.

    Angetrieben werden die Schnellhefter*innen von der Überzeugung, dass Kunst und Gestaltung kein Profi-Terrain sein muss. Sie übersetzen die Unmittelbarkeit der Zine-Bewegung in einen zugänglichen Rahmen gegen erlernten Perfektionismus, mit dem Ziel, freies, gemeinschaftliches Gestalten für alle möglich zu machen.

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden
  3. 16:30 –17:30

    „Unter Haut“ (~40 min) ist ein multimediales Performance-Projekt über Körper und Digitalität im immersiven Raum und Foyer des Dortmunder U. Vier Performer:innen bewegen sich in vernetzten Kostümen. Klang (Kehlmikrofone), Bewegung und Projektion (aus Bewegungsdaten) greifen ineinander und erzeugen ein choreografisches Feedbacksystem.

    Die „skins“-Kostüme verbinden jeweils zwei Performer:innen und machen Nähe, Abhängigkeit und vernetzte Identität physisch erfahrbar – zentrale Aspekte des Stücks und digitaler Repräsentation. Die Basis der Klanglandschaft im Multichannelsystem bilden Live-Daten aus Kehlmikrofonen und die der Projektion Bewegungsdaten. Beide Module beeinflussen sich gegenseitig mehr und mehr über das Stück hinweg.

    Die Choreographie zwischen dem Foyer und dem Immersiven Raum wird durch Körper, Projektion und Klang gebildet. Das Publikum bewegt sich in Gruppen zwischen diesen Räumen, wodurch eine fragmentierte, feed-ähnliche Erfahrung entsteht.

    Das Stück thematisiert digitale Zwillinge, geteilte Kontrolle und die Frage, was wir als Körper verstehen im digitalen Zeitalter. In Kooperation mit Witten entstehen Workshops, Performances und eine installative Nachnutzung im Dortmunder U.

    Das Projekt wird unterstützt durch die Neue Künste Ruhr Förderung, das Kulturforum Witten und das Koproduktionslabor Dortmund. Der Probezeitraum ist zwischen Ende September und Anfang Oktober mit ersten Performances im Dortmunder U ab Ende Oktober. Das Stück ist als Site-Specific konzipiert und kann sich nach den geförderten Performances auch in anderen Räumen einnisten.

    Artists

    Julie C. Stamm, Anna Deborah Disse, Madelyn Byrd, Lou Croff Blake, Scott Carver, Barış Pekçağlıyan

    Ort: Foyer im Dortmunder U

  4. 18:00 –21:00

    Digital Thoughts // Latent Affects // Repetition // Temporal Suspension // Identifying Patterns // Embodying Anti-Patterns // Destruction // Reconstruction // Subject to Change

    3ΔÆA’s musikalische Mission liegt in der Versöhnung von Gegensätzen: Die unheimliche und abrasive Klangästhetik des Deconstructed Post-Club mit der rituellen Trance des Dancefloors. Ihre Musik ist das Ergebnis der künstlerischen Aufarbeitung einer Ich-Werdung. Dabei wird der Loop der Maschinen zu einem digitalen Gefängnis ihres Bewusstseins, das versucht, die algorithmische Starre zu sprengen.

    Ort: Mono Listening Café

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden

Samstag 24.10.2026

  1. 11:00 –13:30

    FlowAR ist eine App, die Ideen für das Ruhrgebiet in 3D und Augmented Reality sichtbar macht. Auf einer virtuellen Karte entsteht so ein Bild davon, wie sich die Region ihre Zukunft vorstellt.

    Was fehlt dir in deinem Alltag? Wie könnte dein Ort in ein paar Jahren aussehen? In dieser Werkstatt kommst du mit anderen ins Gespräch, entwickelst aus deinen Wünschen eigene Visionen und hältst sie kreativ fest. Du probierst die App direkt aus und machst deine Idee digital sichtbar. Vorkenntnisse brauchst du keine.

    Mit deinen Ideen hilfst du uns, FlowAR weiterzuentwickeln. Und du wirst Teil der FlowAR-Community.

    Referent*innen

    Larissa Schäfer und Dana Hoffmann

    Über FlowAR

    FlowAR ist eine App, mit der sich Zukunftsideen für das Ruhrgebiet in 3D und Augmented Reality visualisieren lassen, ganz ohne technische Vorkenntnisse. Auf einer virtuellen Karte der Region werden Ideen und Missionen der Community sichtbar.

    Nutzer:innen können eigene Visionen für die Stadt von morgen einbringen oder bestehende Ideen weiterentwickeln. FlowAR ist ein Forschungsprojekt der TU Dortmund, der Universität Duisburg-Essen und von Digitale Kultur Dortmund, gemeinsam mit Expert:innen für Programmierung und Projection Mapping. Die App entsteht in Zusammenarbeit mit der IGA 2027 und wird dort präsentiert. In Zukunftswerkstätten entwickeln wir sie mit der Community weiter und schaffen einen Raum für Zukunftsvisionen.

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden
  2. 14:00 –17:30
    Zine-Material und Stifte auf einem Tisch unter Schwarzlicht

    Zweitägiger Workshop: Samstag, 24.10., 14:00–17:30 Uhr und Sonntag, 25.10., 14:00–18:00 Uhr.

    Am Samstag und Sonntag wird es intensiver: Die Schnellhefter*innen bringen analoge und digitale Tools zusammen. An verschiedenen Kreativstationen wird gezeichnet, geschrieben, fotografiert, collagiert, kopiert, verfremdet und digital weitergearbeitet. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Selbstwirksamkeit in Zeiten von glattgebügelten KI-Welten.

    Gemeinsam fragen wir: Welche Themen beschäftigen uns? Wer entscheidet, was relevant ist und sichtbar wird? Und wie können Zines persönliche, politische, kritische oder nischige Inhalte nach außen tragen – unabhängig von Feeds und Algorithmen?

    Analoge Arbeiten wandern ins Digitale, digitale Elemente zurück aufs Papier. Mit spielerischen Tools und einem Online-Zine-Maker entwickeln wir die entstandenen Fragmente weiter und bringen sie in neue Formen. So entsteht ein offener, prozesshafter Raum zwischen Papier und Bildschirm, in dem eigene Ideen, Austausch und Autor*innenschaft im Mittelpunkt stehen.

    Ein Workshop von

    Die Schnellhefter*innen sind ein Dortmunder Workshop-Kollektiv, das sich der Do-it-yourself-Ästhetik der Zine-Kultur verschrieben hat. Hinter dem Kollektiv stehen Lisa Fischer, Max Rüthers und Luis F. Düllberg.

    Lisa ist freie Szenografin, Tattoo Artist und Mitgründerin des Flinta*sialand Festivals. Max arbeitet ebenfalls als freier Szenograf und ermöglicht das Ausstellungsformat Werni & Fini im Rekorder. Luis ist Musiker und freier Grafikdesigner mit einer Leidenschaft für Siebdruck und Riso.

    Angetrieben werden die Schnellhefter*innen von der Überzeugung, dass Kunst und Gestaltung kein Profi-Terrain sein muss. Sie übersetzen die Unmittelbarkeit der Zine-Bewegung in einen zugänglichen Rahmen gegen erlernten Perfektionismus, mit dem Ziel, freies, gemeinschaftliches Gestalten für alle möglich zu machen.

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden
  3. 14:00 –17:30
    Code-Fragmente mit den Schriftzügen „Cyberfeministische Strategien“ und „KI-Praxis“

    Wie lassen sich KI-Tools selbstbestimmt besetzen, um Biases zu unterlaufen und eigene, emanzipatorische Ästhetiken jenseits von Big-Tech-Monopolen zu formen? Dieser Workshop schlägt die Brücke zwischen kritischem Diskurs und der eigenen künstlerischen Praxis.

    Der erste Teil ist diskursiv gestaltet und gewährt einen Blick hinter die Kulissen datenbasierter Systeme. Inspiriert von cyberfeministischen Ansätzen schärft er das Bewusstsein für die Entstehung von Biases und die Frage, wie sich Kreativität in der Zusammenarbeit mit KI verändert. Im anschließenden Praxisteil richtet sich der Fokus auf die Nutzung gängiger LLMs sowie des Text-to-Image-Modells Stable Diffusion. Es werden konkrete Methoden für das eigene kreative Schaffen vorgestellt und in einem experimentellen Rahmen erprobt, um KI-Voreinstellungen zu unterwandern und eigene Narrative zu prägen.

    Der Workshop richtet sich an alle, die KI-Technologien kritisch hinterfragen und aktiv mitgestalten wollen. Da die PCs vor Ort knapp sind, bring bitte nach Möglichkeit einen eigenen leistungsstarken Windows-Laptop mit.

    Referent*in

    Darbyn Luisa Kalkuhl

    Darbyn ist als intermediale_r Künstler_in an der Schnittstelle von Sozialwissenschaft, Medienkunst und performativer Kunst tätig. Als Gründer_in des Queeren Theater Kollektivs führt Darbyn konzeptionelle Regie und erforscht neuroqueere und intermediale Ästhetiken, wie etwa in der Verbindung von digitalen Echtzeit-Medien mit darstellender Kunst. Im Zentrum der künstlerischen Praxis steht die Dekonstruktion gesellschaftlicher Machtverhältnisse und normativer Strukturen.

    Ein Schwerpunkt von Darbyns aktueller Arbeit bildet die Entwicklung einer kritischen KI-Methodik. Diese befähigt Kunstschaffende dazu, sich generative Systeme kreativ und selbstbestimmt anzueignen.

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden
  4. 18:00 –19:30

    Community Visions bringt Künstlerinnen, Kreative und Organisatorinnen zusammen, die ihre Visionen für neue digitale Räume und Formen des kreativen Miteinanders teilen. Wie können digitale Räume zu Orten werden, an denen wir gemeinsam denken, machen, lernen und träumen? Welche neuen Formen von Community können entstehen? Und was wird möglich, wenn wir das Digitale nicht nur als Raum begreifen, den wir nutzen, sondern als Raum, den wir gemeinsam gestalten und erfinden?

    Moderation

    Florencia Alonso

    Zu Gast

    Raphaël de Courvielle, Darbyn Luisa Kalkuhl, Camilo Sandoval, Sam Hopkins

    Ort: Kino im U

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden
  5. 19:30 –20:30

    „Unter Haut“ (~40 min) ist ein multimediales Performance-Projekt über Körper und Digitalität im immersiven Raum und Foyer des Dortmunder U. Vier Performer:innen bewegen sich in vernetzten Kostümen. Klang (Kehlmikrofone), Bewegung und Projektion (aus Bewegungsdaten) greifen ineinander und erzeugen ein choreografisches Feedbacksystem.

    Die „skins“-Kostüme verbinden jeweils zwei Performer:innen und machen Nähe, Abhängigkeit und vernetzte Identität physisch erfahrbar – zentrale Aspekte des Stücks und digitaler Repräsentation. Die Basis der Klanglandschaft im Multichannelsystem bilden Live-Daten aus Kehlmikrofonen und die der Projektion Bewegungsdaten. Beide Module beeinflussen sich gegenseitig mehr und mehr über das Stück hinweg.

    Die Choreographie zwischen dem Foyer und dem Immersiven Raum wird durch Körper, Projektion und Klang gebildet. Das Publikum bewegt sich in Gruppen zwischen diesen Räumen, wodurch eine fragmentierte, feed-ähnliche Erfahrung entsteht.

    Das Stück thematisiert digitale Zwillinge, geteilte Kontrolle und die Frage, was wir als Körper verstehen im digitalen Zeitalter. In Kooperation mit Witten entstehen Workshops, Performances und eine installative Nachnutzung im Dortmunder U.

    Das Projekt wird unterstützt durch die Neue Künste Ruhr Förderung, das Kulturforum Witten und das Koproduktionslabor Dortmund. Der Probezeitraum ist zwischen Ende September und Anfang Oktober mit ersten Performances im Dortmunder U ab Ende Oktober. Das Stück ist als Site-Specific konzipiert und kann sich nach den geförderten Performances auch in anderen Räumen einnisten.

    Artists

    Julie C. Stamm, Anna Deborah Disse, Madelyn Byrd, Lou Croff Blake, Scott Carver, Barış Pekçağlıyan

    Ort: Foyer im Dortmunder U

Sonntag 25.10.2026

  1. 14:00 –16:00

    Can you feel your body is a two hour movement workshop. Anna and Julie invite you to come and play with different modes of sensing your own and the collective body. We will propose games around sensing and sharing weight and the borders of the body through exercises with yourself, in pairs and with the whole group. We will explore elements from our performance “Unter Haut” presented at the festival.

    This workshop involves touch. No prior experience needed, bring comfy clothes that you can move in. All bodies welcome! Facilitation language: German and/or English.

    Workshopleitung

    Julie C. Stamm

    Julie C. Stamm arbeitet an der Schnittstelle von Choreografie und Medienkunst. Ihr Hintergrund vereint Neuroästhetik (Goldsmiths UL), zeitgenössischen Tanz (Performact) und experimentelle Sensorik. In ihrer künstlerischen Arbeit und im NoEndToTheRoad Fellowship ’25 untersucht sie, wie digitale Alltags- und Trackingtechnologien unsere Bewegungen und kollektiven Choreografien mitformen.

    Anna Deborah Disse

    Anna Deborah Disse ist Tänzer:in, Choreograf:in und Tanzpädagog:in mit Fokus auf Improvisation und die Verbindung von Bewegung, Identität und Präsenz. Sie studierte u. a. an der Ballettakademie Hans Vogl und Performact (PT) und realisierte Projekte mit dajci*, Julie C. Stamm und Celia Morris. Anna unterrichtet seit über sechs Jahren Tanz für Jugendliche und zeigt eigene Arbeiten an diversen Berliner Spielstätten.

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden
  2. 14:00 –18:00
    Zine-Material und Stifte auf einem Tisch unter Schwarzlicht

    Zweitägiger Workshop: Samstag, 24.10., 14:00–17:30 Uhr und Sonntag, 25.10., 14:00–18:00 Uhr.

    Am Samstag und Sonntag wird es intensiver: Die Schnellhefter*innen bringen analoge und digitale Tools zusammen. An verschiedenen Kreativstationen wird gezeichnet, geschrieben, fotografiert, collagiert, kopiert, verfremdet und digital weitergearbeitet. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Selbstwirksamkeit in Zeiten von glattgebügelten KI-Welten.

    Gemeinsam fragen wir: Welche Themen beschäftigen uns? Wer entscheidet, was relevant ist und sichtbar wird? Und wie können Zines persönliche, politische, kritische oder nischige Inhalte nach außen tragen – unabhängig von Feeds und Algorithmen?

    Analoge Arbeiten wandern ins Digitale, digitale Elemente zurück aufs Papier. Mit spielerischen Tools und einem Online-Zine-Maker entwickeln wir die entstandenen Fragmente weiter und bringen sie in neue Formen. So entsteht ein offener, prozesshafter Raum zwischen Papier und Bildschirm, in dem eigene Ideen, Austausch und Autor*innenschaft im Mittelpunkt stehen.

    Ein Workshop von

    Die Schnellhefter*innen sind ein Dortmunder Workshop-Kollektiv, das sich der Do-it-yourself-Ästhetik der Zine-Kultur verschrieben hat. Hinter dem Kollektiv stehen Lisa Fischer, Max Rüthers und Luis F. Düllberg.

    Lisa ist freie Szenografin, Tattoo Artist und Mitgründerin des Flinta*sialand Festivals. Max arbeitet ebenfalls als freier Szenograf und ermöglicht das Ausstellungsformat Werni & Fini im Rekorder. Luis ist Musiker und freier Grafikdesigner mit einer Leidenschaft für Siebdruck und Riso.

    Angetrieben werden die Schnellhefter*innen von der Überzeugung, dass Kunst und Gestaltung kein Profi-Terrain sein muss. Sie übersetzen die Unmittelbarkeit der Zine-Bewegung in einen zugänglichen Rahmen gegen erlernten Perfektionismus, mit dem Ziel, freies, gemeinschaftliches Gestalten für alle möglich zu machen.

    Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn du gerne dabei sein möchtest, schreib uns einfach eine E-Mail an info@yufestival.de. Wir freuen uns auf deine Anmeldung!

    Per E-Mail anmelden
  3. 18:00 –19:00

    „Unter Haut“ (~40 min) ist ein multimediales Performance-Projekt über Körper und Digitalität im immersiven Raum und Foyer des Dortmunder U. Vier Performer:innen bewegen sich in vernetzten Kostümen. Klang (Kehlmikrofone), Bewegung und Projektion (aus Bewegungsdaten) greifen ineinander und erzeugen ein choreografisches Feedbacksystem.

    Die „skins“-Kostüme verbinden jeweils zwei Performer:innen und machen Nähe, Abhängigkeit und vernetzte Identität physisch erfahrbar – zentrale Aspekte des Stücks und digitaler Repräsentation. Die Basis der Klanglandschaft im Multichannelsystem bilden Live-Daten aus Kehlmikrofonen und die der Projektion Bewegungsdaten. Beide Module beeinflussen sich gegenseitig mehr und mehr über das Stück hinweg.

    Die Choreographie zwischen dem Foyer und dem Immersiven Raum wird durch Körper, Projektion und Klang gebildet. Das Publikum bewegt sich in Gruppen zwischen diesen Räumen, wodurch eine fragmentierte, feed-ähnliche Erfahrung entsteht.

    Das Stück thematisiert digitale Zwillinge, geteilte Kontrolle und die Frage, was wir als Körper verstehen im digitalen Zeitalter. In Kooperation mit Witten entstehen Workshops, Performances und eine installative Nachnutzung im Dortmunder U.

    Das Projekt wird unterstützt durch die Neue Künste Ruhr Förderung, das Kulturforum Witten und das Koproduktionslabor Dortmund. Der Probezeitraum ist zwischen Ende September und Anfang Oktober mit ersten Performances im Dortmunder U ab Ende Oktober. Das Stück ist als Site-Specific konzipiert und kann sich nach den geförderten Performances auch in anderen Räumen einnisten.

    Artists

    Julie C. Stamm, Anna Deborah Disse, Madelyn Byrd, Lou Croff Blake, Scott Carver, Barış Pekçağlıyan

    Ort: Foyer im Dortmunder U